Der romagnolische Liscio von Secondo und Raul Casadei

Romagna Mia, una rotonda nei pressi di Gatteo

Im vorherigen Post haben wir schon über die Geschichte der romagnolischen Musik gesprochen, Aber wie ist sie dann weltberühmt geworden? Heute erzählen wir Dir die Geschichte von Secondo und Raul Casadei, die Väter dieser typischen lebhaften Tänze.

Wer war Secondo Casadei?

Secondo Casadei wurde in Sant’Angelo di Gatteo 1906 geboren. Die romagnolische Volkstanzmusik wurde schon Ende 1800 mit den “strusciati” (Schleiftanz) und beieinanderliegenden Tänzen, berühmt. Anfang 1900 breiten sich in Romagna auch amerikanische Volkstänze wie Boston und Rumba aus. Einige Musiker fingen an, romagnolische Musik zu spielen, und dank ihrer Hartnäckigkeit, hat sich diese Musik durchgedrungen. Ein mittelständiges Orchester bestand aus Violine, Do-Klarinette (typische romagnolische Version), Gitarre, Harmonika und  Bassgeige.

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Debüt und Innovation

Casadei wurde mit 16 Jahren beim Bassgeige-Spielen, in einem Orchester, berühmt. 1924 gründete er eine Gruppe, wo das Schlagzeug aufschien, mit ihnen auch sein erster Walzer, der Cucú. 1928 gründete er sein eigenes Orchester, mit sehr starken Innovationen, was Musikinstrumente angeht, fügte e das Schlagzeug ein, Banjo, Gitarre, Do-Klarinette und Sax ein. Außerdem pflegte er auch das Image, alle Mitglieder der Orchester sollten elegant bekleidet sein. Das wurde dann auch von anderen Orchestern nachgemacht. Secondo Casadei hat besonders Polka, Walzer und Mazurka, wie “non ti scordar”, “Adriana”, “Balla balla”, “Tramonto” geschrieben und gespielt. Einige Lieder wurden auf Italienisch gesungen, andere auf Romagnolisch.

Der Zweite Weltkrieg, die ‘50er und der Erfolg

Während des Zweiten Weltkrieges, musste er aus familiären Gründen seine Karriere unterbrechen. Er fing dann später wieder ein. Mit der amerikanischen Invasion hat sich auch der Geschmack verändert, die meisten bevorzugen jetzt Swing und Boogie Woogie. Trotzdem fuhr er fort, und langsam wurde seine Musik wieder beliebt. 1954 schrieb Secondo Casadei sein Hauptlied: Romagna Mia. Dieses Lied, zur romagnolischen Hymne geworden, hat ihm zum Erfolg geführt. Denk mal, sein Orchester hat auch 365 Mal im Jahr gespielt (ja genau, weil sie am Sonntag sogar 2-Mal am Tag gespielt haben, am Nachmittag und am Abend).

Raul Casadei

1960 kam auch sein Neffe, Raul Casadei, in die Orchester, zu dieser Zeit fing die romagnolische Musik an, auch in den nationalen Radios übertragen zu werden. 1967 änderte die Orchester seinen Namen in “Orchestra spettacolo Secondo & Raoul Casadei“. Sie wurden auch im Fernsehen übertragen, zuerst in RAI und dann in Festivalbar. Secondo Casadei starb 1971, Raul übernahm die Orchester. Secondo Casadei hinterließ 1048 Musikstücke. Das Hauptziel der Familie Casadei war und ist immer noch, den romagnolischen Liscio in die Welt, durch die Werte seines Landes, Familie, Liebe und Freundschaft, auszubreiten.

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Autor

Sandro Boni
Sandro Boni
Zwillingsbruder von Piero, ist er der Besitzer vom Hotel Majestic. Seine Ubiquität macht ihn zum sehr aufmerksamen und sorglichen Besitzer.